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Ökostrom nur zertifiziert sicher

26. März 2013
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Energie & Technik

Nicht einmal jeder sechste so betitelte Ökostromtarif hält nachweislich sein Versprechen, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen. Tarife, die einen echten Beitrag zur Energiewende leisten erkennt man an den von Stiftung Warentest und Verbraucherzentrale Bundesverband empfohlenen Gütesiegeln ok-power oder Grüner Strom Label. Ein aktueller Test von Stiftung Warentest zeigt außerdem, dass bei Vergleichsportalen ein Klick auf „Ökostromtarife“ allein oft nicht ausreicht, um eine Liste dieser ehrlichen Angebote zu erhalten. Oft ist ein zusätzlicher Klick notwendig, um ausschließlich entsprechend zertifizierte Tarife angezeigt zu bekommen. Auch sind wechselwillige Verbraucher aufgefordert, sich beim Ökostromwechsel selbst einen Eindruck vom künftigen Energieversorger zu machen und sich nicht allein auf Vergleichsportale zu verlassen. Verbraucherbewertungen im Internet und die Webseite des Anbieters vermitteln dazu einen ersten Eindruck. Birgit Holfert, Energieexpertin bei der Verbraucherzentrale Bundesverband, empfiehlt: „Einfach mal die Hotline des Energieversorgers anrufen. Sowohl die Reaktionszeit als auch die Freundlichkeit und die Verständlichkeit bei der Beantwortung der Fragen, vermitteln einem ein erstes Gefühl.“
Ein Beispiel für einen zertifizierten Ökoenergieversorger ist Polarstern. Das Unternehmen ist ausgezeichnet mit dem ok-power Label und unterstützt zusätzlich als erster Anbieter die weltweite Energiewende: Für jeden Kunden hilft Polarstern einer Familie in einem Entwicklungsland bei ihrem Wechsel zu alternativen Energiequellen. Wurden die Speisen dort früher auf offenen Feuerstellen zubereitet, wird jetzt mithilfe von eigenen Mikro-Biogasanlagen rußfrei gekocht und geheizt. Das reduziert zudem die Kindersterblichkeit aufgrund von Rauch in geschlossenen Räumen. Laut WHO sterben daran täglich rund 2.000 Kinder weltweit.