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Gemüse und Salat im Winter

20. Februar 2017
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Essen & Trinken

Eisbergsalat im Februar? Klar ist der im Winter in den Supermarktregalen zu finden. Aber der Name führt in die Irre – Eisbergsalat ist ein Sommersalat. Wer Klima und Umwelt schonen will, besinnt sich im Winter auf Gemüse und Salat, die im Winter Saison haben und in dieser Jahreszeit am besten schmecken.

Bohnen, Spargel, Rucola, Avocados – wer mag, kann heutzutage jederzeit den Salat und das Gemüse kaufen, auf das er gerade Lust hat. Allerdings: Möglicherweise ist der Spargel immens teuer, wurden die Bohnen aus Afrika eingeflogen, ist der Ruccola übermäßig mit Nitrat belastet und die Avocados, die zum Wachsen extrem viel Wasser benötigen, stammen aus spanischen Anbaugebieten, in denen der Grundwasserspiegel wegen des intensiven Anbaus besorgniserregend gesunken ist.

Salat und Gemüse der Saison und der Region schmecken in der Regel besser, sind gesünder und vermeiden unnötige Umweltbelastung. Auch im Winter  haben einige Gemüsesorten Saison: Grünkohl von November bis Februar, Rosenkohl und Topinambur von Oktober bis März, Lauch und Champignons das ganze Jahr über. Außerdem gibt es beispielsweise Kartoffeln, Zwiebeln und Rotkohl das ganze Jahr über zumindest als Lagerware. Chicoree, Feldsalat und Portulak werden im Winter frisch geerntet. Am knackigsten ist der Feldsalat, der auf freiem Feld gewachsen ist. Und je mehr Sonnenlicht der Rucola aufnehmen konnte, desto niedriger ist sein Nitratgehalt.

Saisonkalender helfen, herauszufinden, welche Salat- und Gemüsesorten zur Jahreszeit passen. Zu finden im Internet unter oekolandbau.de oder auch als Smartphone-app des ehemaligen Agrarinformationsdienstes aid, der neuerdings zum Bundeszentrum für Ernährung gehört: für Android unter play.google.com und für iphone unter itunes.apple.com.

Regionales Obst ist übrigens im Februar und März Mangelware in Deutschland. Allenfalls Lageräpfel sind noch zu finden. Wer im Winter mehr Abwechslung möchte, ist auf Importware angewiesen. Der Kompromiss: Wenn schon Obst aus fernen Ländern, dann wenigstens bio und fair.