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Melonenschale essen?

31. August 2019
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In den Südstaaten der USA wundert sich keiner, wenn süßsauer eingelegte Schalen von Wassermelonen serviert werden. Vieles, was hierzulande beim Gemüseputzen im Abfall landet, ist nicht nur genießbar, sondern schmeckt sogar richtig gut. Die Schweizerin Esther Kern hat darüber ein Buch geschrieben.

„Leaf to Root“ heißt das Buch, das Esther Kern, Chefredakteurin der Schweizer Internet-Plattform Waskochen.ch, veröffentlicht hat. Das Motto entstand in Anlehnung an den Trend „Nose to Tail“ – von der Nase bis zum Schwanz, bei dem es darum geht, möglichst viele Teile von Schlachttieren als hochwertiges Essen zu verwenden. Also nicht nur die Putenbrust, die Schweinelende oder das Kalbschnitzel.

Auch bei Obst und Gemüse lassen sich viel mehr Teile verwenden, als allgemein gehandhabt wird. Das Buch Leaf to Root zeigt, wie. Es versammelt Fachinformationen und Meinungen von Foodexperten und Spitzenköchen und liefert attraktiv bebilderte vegetarische Rezepte: etwa zur Verarbeitung von Blumenkohl- oder Radieschenblättern, von Maishaaren – schmecken wie junge rohe Erbsen – und Artischockenstängeln.

Daran schließt sich ein ausführliches Kompendium darüber an, welche Teile von Früchten und Gemüsen essbar sind. Kompendium bedeutet in diesem Fall, dass hier Geschichten erzählt werden, die sich rund um ungewohnte Lebensmittelteile ranken: Sie behandeln Küchentraditionen anderer Länder, stellen Anekdoten und auch einfache Kochanleitungen vor.

Für den Text des Buches zeichnet Esther Kern verantwortlich, Rezepte steuerte einer der bekanntesten Schweizer Vegi-Köche, Pascal Haag, bei und Fotos stammen vom Food-Fotografen Sylvan Müller.

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