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Neuer Waldstandard steht zur Diskussion

23. Juni 2015
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Geld & Wirtschaft
Natur & Umwelt
Beim Waldstandard darf jeder mitbestimmen. Foto: Nicole Galliwoda

Mitmachen und FSC-Waldwirtschaft aktiv gestalten, dazu sind alle Interessierten mit einem Anliegen an Wald und Forstwirtschaft jetzt wieder aufgefordert. Ob Einzelpersonen, die sich für Wald interessieren und engagieren, Umweltgruppen, Waldbesitzer, Dienstleister, Brennholzwerber, Biker, Gewerkschaften oder Arbeitnehmer. Jede und Jeder kann mitmachen und den jetzt vorgelegten Entwurf für den neuen Deutschen FSC-Waldstandard bis zum 31. Juli 2015 kommentieren.

 Die eingegangenen Eingaben werden dann von einem Expertengremium, dem sog. Richtlinienausschuss, gesichtet und diskutiert. Der Richtlinienausschuss ist das für die Entwicklung des neuen FSC-Standards zuständige Gremium, in dem je zwei Vertreter aus jeder der drei FSC-Kammern vertreten sind (Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftskammer). Die Ergebnisse dieser zweiten Konsultationsrunde fließen in den dritten Entwurf zum neuen Deutschen FSC-Standard ein, der dann voraussichtlich gegen Ende des Jahres 2015 erneut öffentlich konsultiert wird. Mitte 2016 werden dann die Mitglieder des FSC Deutschland final über den Standard entscheiden.

Als bekanntestes Zertifikat für verantwortungsvolle, umwelt- und sozialgerechte Forstwirtschaft werden die Standards des FSC alle fünf Jahre in einem öffentlichen Prozess überarbeitet. Am Ende dieses Prozesses verabschieden die Mitglieder mit einer dreiviertel Mehrheit den neuen Standard, der dann die gesellschaftlichen Anforderungen an FSC-Waldbewirtschaftung im Land abbildet.

In Deutschland gilt der FSC-Standard auf rund 10% der Waldfläche (ca. 1,07 Million Hektar) und gilt bei Forstleuten, Gewerkschaften, Handel und Umweltschützern gleichermaßen als anspruchsvoller und glaubwürdiger Nachweis für verantwortungsvolle Forstwirtschaft.