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Neue Studie – Ernährungsweisen und Klimawandel

11. Februar 2021
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Was Menschen essen, hat nicht nur Einfluss auf Wohlbefinden und Gesundheit, sondern auch auf Klima und Umwelt. Eine neue Studie in Österreich zeigt: Wer sich vegan ernährt, verbraucht am wenigsten CO2 und Fläche. Die Ernährung mit Bio-Produkten verstärkt das Einspar-Potential.

"Die Ernährung hat mit einem Anteil von 20-30% aller Treibhausgase einen großen Anteil an den klimarelevanten Emissionen in Österreich", sagt Martin Schlatzer vom Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit. Grund genug, sich die gegenwärtige Ernährung etwas genauer anzuschauen.

Vier unterschiedliche Ernährungsformen standen im Fokus der Forscher: die übliche Ernährung, eine deutlich gesündere  nach Empfehlungen der österreichischen und der deutschen Ernährungsgesellschaften, vegetarische und vegane Ernährung. Die Wissenschaftler berechneten Treibhausgas-Emissionen und Flächenverbrauch.

Ihre Zahlen belegen: Je geringer der Anteil an tierischen Produkten, desto geringer der Treibhausgasausstoß und desto geringer auch der Verbrauch an Grund und Boden. Eine durchschnittliche, omnivore Ernährung in Österreich verursacht 1.467 kg CO2-eq-Emissionen pro Person und Jahr. Schon allein die Umstellung auf eine deutlich gesündere Ernährung mit zwei Drittel weniger Fleisch kann demnach 28,2 Prozent der Treibhausgas-Emissionen einsparen. Würden ausschließlich Bio-Produkte verzehrt, verstärkt das den Spar-Effekt. Anbauflächen ließen sich nach den Berechnungen der Wissenschaftler sogar um zwei Drittel verringern, wenn auf anstelle der üblichen Ernährung eine ohne tierische Lebensmittel vorgezogen würde.

Die Studie über den Einfluss von Ernährungsweisen auf Klimawandel und Flächeninanspruchnahme erstellten Martin Schlatzer und Thomas Lindenthal vom Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL Österreich).