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Mit Bio-Avocados aus Afrika Gutes tun

25. Juni 2017
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Essen & Trinken
Geld & Wirtschaft

Bio-Avocados kommen fast immer aus Südamerika - bis jetzt. Der niederländische Bio-Importeur Eosta bringt "Afrocados" von 20.000 kenianischen Kleinbauern in den Bio-Handel. Der Öko-Anbau gibt den Menschen vor Ort eine neue Lebensperspektive.  

Neville Mchina, Produktmanager für Bio-Avocados bei Eosta, unterstützt die afrikanischen Kleinbauern vor Ort. Foto: Eosta

Angebaut werden die Bio-„Afrocados“  in der Gegend um Nairobi / Kenia, die in der Regel mit viel Niederschlag gesegnet ist. Gegenwärtig ist die Region aber ebenso wie der restliche Teil Ostafrikas von extremer Trockenheit betroffen. Zum Glück sind Avocadobäume jedoch sehr robust: durch den Wassermangel werden die runden Früchte zwar etwas kleiner, dafür aber auch intensiver im Geschmack.

Export ermöglicht verzehnfachtes Einkommen

Doch die kleinen Bio-Früchte sind nicht nur lecker, der Export der Bio-Avocados hat auch entscheidend dazu beigetragen, dass sich das Leben der kenianischen Kleinbauern verbessert hat. „Viele der Erzeuger haben bisher nur für den Eigenverbrauch oder den lokalen Markt angebaut. Durch die Zusammenarbeit mit Eosta und den Einsatz moderner Technologie betreiben die im Erzeugerverbund zusammengeschlossenen Kleinbauern ein besseres Qualitätsmanagement und können ihre Produkte so als zertifizierte Bio-Ware zu einem höheren Exportpreis verkaufen. Das bedeutet eine Steigerung ihres Einkommens um das Zehnfache!“, sagt Neville Mchina, Produktmanager für Bio-Avocados bei Eosta.

Die Veränderungen sind in der Anbauregion mit bloßem Auge erkennbar: die teilnehmenden Kleinbauern haben größere Häuser, die Straßen sind besser und Schulen und gemeinnützige Einrichtungen für die Dorfgemeinschaft konnten aufgebaut werden. „Unsere Zusammenarbeit hat einen enorm positiven Einfluss auf die Menschen vor Ort und eine schafft so eine Win-win-Situation für alle Seiten“, freut sich Mchina.

Export verbessert Gesundheitsversorgung in abgelegenen Gebieten

Der Zugang zum Weltmarkt eröffnet den kenianischen Kleinbauern nicht nur neue, nachhaltige Einkünfte und sichert den Familien ein langfristiges und faires Einkommen, auch der Zugang zur medizinischen Versorgung hat sich verbessert. „Im Rahmen unserer Kampagne ‚One Cent for the Future’ unterstützen wir mit unserer Eigenmarke Nature & More mit jedem Verkauf der Bio-‚Afrocados’ das ‚Jungle Afya Home Based Health Care’-Projekt, das es ausgebildeten Krankenschwestern ermöglicht, auch solche Patienten zu besuchen, die den Weg in die Klinik nicht mehr bewältigen können“, erklärt Mchina.

Eosta wurde 1990 in den Niederlanden mit dem Ziel gegründet, ein Unternehmen zu schaffen, das Ökonomie und Ökologie verbindet. Heute zählt Eosta zu den größten Handelsunternehmen für Bio-Obst und -Gemüse weltweit. Mit dem eigens entwickelten, mehrfach ausgezeichneten  Transparenzsystem Nature & More lässt sich die Herkunft der Produkte bis zum Erzeuger zurückverfolgen. Wer mehr wissen möchte, folgt diesem Link.