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Richtig grillen

02. Juli 2015
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Essen & Trinken
Gesundheit & Soziales
Foto: Copyright Dmitry Naumov - www.fotolia.com

Wer falsch grillt, der geht gesundheitliche Risiken ein: Wenn Fleischsaft oder Fett in die Glut tropfen und verbrennen, bilden sich Krebs erregende Stoffe, die sich mit dem aufsteigenden Rauch am Grillgut ablagern. (Foto: Copyright Dmitry Naumov - www.fotolia.com)

Es empfiehlt sich, Grillschalen zu benutzen, damit kein Fett in die Glut gelangt. Außerdem sollten Grillfreunde darauf verzichten, ihr Grillgut ständig mit Marinade einzupinseln oder mit Bier zu bespritzen. Auch ist es ratsam, verkohlte Stellen an gegrilltem Fleisch, Gemüse oder Obst zu schmähen. Weitere Tipps für den Grillgenuss:

Grillgerät

Während eingefleischte Grillfreunde gern das offene Holzkohlefeuer entfachen, das dem Grillgut den typischen Geschmack verleiht, schätzen andere die kurze Vorheizzeit von Gas- und Elektrogeräten. Durch den fehlenden Rauch entstehen hierbei weniger Schadstoffe, und es gibt keine Asche zu entsorgen. Wer sich dennoch für den Holzkohlegrill entscheidet, muss unbedingt ins Freie - selbst wenn das Gerät "Tischgrill" heißt - denn es bildet sich das giftige, geruchlose Gas Kohlenmonoxid! Dieses kann sich in Räumen zu gefährlichen Konzentrationen anreichern, selbst wenn Fenster und Türen geöffnet sind.
Nicht zu empfehlen sind Einweg-Grills: Der geringe Abstand zwischen Holzkohle und Grillgut erhöht die Schadstoffbelastung im Grillgut; außerdem verursachen sie unnötig viel Abfall.

Grilltechnik

Geeignete Brennmaterialien für den Holzkohlegrill sind Holzkohle oder Holzbriketts. Umweltbewusste wählen Produkte mit dem FSC-Siegel, das anzeigt, dass für die Erzeugung kein Tropenwald abgeholzt wurde und dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Den Grill rechtzeitig mit Holzkohle oder -briketts anheizen und so lange durchglühen lassen, bis sich eine weiße Ascheschicht gebildet hat. Fleisch, Fisch oder Gemüse erst auflegen, wenn kein Rauch mehr aufsteigt. Grillschalen verhindern, dass Fett in die Glut oder auf die Heizschlange gelangt, zu Krebs erregenden Stoffen verbrennt und mit dem Rauch in die Speisen gelangt. Besser als die Einwegschalen aus Aluminium sind wieder verwendbare Grillpfannen aus Edelstahl oder Emaille: Das vermeidet Müll und wer öfter grillt, hat den höheren Preis bald eingespart.

Grillgut

Gepökeltes gehört nicht auf den Grill. Denn beim Erhitzen von Kasseler oder Räucherspeck, Fleisch- und Bockwurst oder Leberkäse können aus dem Nitritpökelsalz Krebs erregende Nitrosamine entstehen. Beim Fleisch sind Nackenkoteletts, Steaks, Lende oder Geflügel­schnitzel gut geeignet, wenn sie gleichmäßig dick sind. Wird Fisch gegrillt, sind Makrele, Lachs oder Forelle leckere Grill-Varianten - am besten ungewürzt in Alufolie wickeln oder mit einem speziellen Besteck grillen.