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Pestizid-Lüge

13. April 2018
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Essen & Trinken
Natur & Umwelt

Pestizide seien unvermeidbar, wenn die ganze Weltbevölkerung ernährt werden soll, ist ein gängiges Argument gegen den Öko-Landbau. Andrè Leu sagt „falsch“ und präsentiert in seinem Buch Gegenargumente aus der aktuellen Forschung.

In seinem Buch „Die Pestizid-Lüge“ warnt André Leu davor, den Einsatz von Ackergiften als harmlos abzutun. Ackergifte, auch Pestizide genannt, werden üblicherweise eingesetzt, um Pflanzen vor Schädlingen oder Krankheiten zu bewahren. Der Öko-Landbau bemüht sich, ohne Pestizide und andere synthetische Chemikalien auszukommen, weil Befürchtungen bestehen, diese könnten den Menschen und die Natur schädigen. Zwar existieren Richtwerte, die regeln, ab welchem Gehalt Pestizide schädlich und damit verboten sind. Doch diese orientieren sich meist an dem, was ein gesunder Erwachsener verträgt.

André Leu, ehemals Präsident von IFOAM, der Internationalen Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen, präsentiert in seinem Buch wissenschaftliche Studien, die den Einsatz von Pestiziden mit einem Anstieg von Krankheiten wie Krebs, Schilddrüsenerkrankungen, ADHS, Depression oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung bringen. Der Experte zu Fragen rund um den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft möchte mit seinem Buch Mythen um Pestizide entlarven und den Weg in eine giftfreie Landwirtschaft ebnen.