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Pestizide in Stadt und Land

16. März 2018
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Essen & Trinken
Natur & Umwelt

Eine Pilotstudie zeigt, dass gängige Ackergifte wie Glyphosat in Baumrinden selbst an Standorten mitten in der Großstadt zu finden sind. Präsentiert wurde sie auf der BioFach 2018 vom Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft.

Unter dem Dach des Aktionsbündnisses enkeltaugliche Landwirtschaft haben sich Bio-Hersteller und Bio-Händler zusammen getan, die mit der Kampagne Ackergifte? Nein danke! ein Umdenken in der Landwirtschaft anstoßen möchten.

Die flächendeckende Verfrachtung von Pestiziden bedroht die Gesundheit von Mensch und Tier und die Wirtschaftsgrundlage von Bio-Bauern und Bio-Handel. Denn Pestizide gelangen über die Luft überall hin, so dass die Koexistenz von ökologischem Landbau und konventioneller Bewirtschaftung immer unwahrscheinlicher wird. Stephan Paulke, Vorstandsvorsitzender der basic AG hält ein  Umdenken daher dringend erforderlich. "Wir haben die Verantwortung, die Erde so zu bewirtschaften, dass sie auch für nachfolgende Generationen lebenswert erhalten bleibt‹, bringt es Heike Kirsten, Marketingleitung bei Rapunzel, auf den Punkt.

Um die Ergebnisse der Pilotstudie von 2017 zu untermauern, startete jetzt die ›Studie Baumrinde 2018‹ an einem unabhängigen Forschungsinstitut. Im Rahmen dieser Studie werden repräsentative Proben von zahlreichen Standorten in der Bundesrepublik untersucht, um weitere Erkenntnisse über die flächendeckende Verbreitung von Ackergiften zu gewinnen.

Auch Verbraucher können sich im Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft engagieren, indem sie die Studie ›Baumrinde 2018‹ zum Beispiel als Standort-Paten unterstützen. Hier geht es zur Infoseite.