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Proseccoanbau ohne Pflanzengift

27. April 2017
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Essen & Trinken
Natur & Umwelt

Bauern, die Trauben für Prosecco mit dem Qualitätssiegel DOC anbauen, dürfen in ihren Weinbergen kein Glyphosat mehr ausbringen. Das Verbot gilt außerdem für zwei weitere Pflanzengifte, die häufig im Weinbau zum Einsatz kommen.

Damit geht die Region im Hinterland Italiens als erstes Weinanbaugebiet der Welt neue Wege in Sachen Nachhaltigkeit. Für den Anbau der Prosecco-Trauben ohne Pflanzengift hat sich der Präsident des Konsortiums, Stefano Zanette, stark gemacht. Gründe dafür sind laut einem Bericht in der Süddeutschen Zeitung unter anderem wachsende Sorgen in der Bevölkerung durch den Gifteinsatz sowie Umweltschutz.

Derzeit bewirtschaften die Prosecco-Bauern eine Fläche von rund 23.000 Hektar. Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel gilt schon ab diesem Jahr, ist aber noch freiwillig. Ab nächstem Jahr greift das Verbot. Wer sich dann nicht an die Auflagen hält, darf seinen Schaumwein nicht mehr mit dem Gütesiegel DOC (Denominazione di origine controllata - kontrollierte Ursprungsbezeichnung) verkaufen.

Das Prosecco-Konsortium plant in den nächsten Jahren weitere Umstellungen. So sollen nicht nur Wasser, Luft und Boden stärker geschützt, sondern auch ökonomische und soziale Aspekte Teil der Produktionskette werden.