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Kaffee aus Frauenhand

08. Februar 2018
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Essen & Trinken

Angeliques Finest heißt ein Kaffee, der nicht nur aus fairem Handel stammt, sondern auch zu 100 Prozent von Frauen produziert wird. Mitte Januar startete die Social Business Kaffee-Kooperative.de eine Crowd-Funding-Aktion, um diesen Kaffee aus Ruanda in den deutschen Handel zu bringen.

Frauen übernehmen bei Kaffee 70 Prozent der Erzeugerarbeit: sie säen und kultivieren die Kaffeepflanzen, sie pflücken die Kaffeebeeren, sie schälen, waschen und verlesen die Bohnen. Von den Erlösen aus dem Kaffeeverkauf profitieren sie hingegen kaum, weil sie traditionell weniger Mitbestimmungsrechte haben. Das Berliner Social Business Kaffee-Kooperative.de möchte die Position und die Rechte von Frauen stärken: mit einem Kaffee, der zu 100 Prozent von Frauen produziert wurde.

Der Fairtrade-zertifizierte Kaffee stammt direkt von Frauen-Kooperativen in Ruanda, die ihn im Ursprungsland rösten und verpacken. Damit wird eine faire Wertschöpfungskette angestrebt. Kaffee-Kooperative.de schreibt darüber hinaus, das Aroma des Arabica-Hochlandkaffees zeichne sich aus „durch eine sanfte Süße, einen Hauch Schokolade und eine zarte Zitrusnote“.

50.000 Euro sollen durch eine Crowdfunding-Aktion gesammelt werden, um den Import der ersten 2.000 Kilo dieses Kaffees nach Deutschland vorzufinanzieren. Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis zum 25. Februar. Das Projekt wird auch von der Frauenrechtsorganisation Terres des Femmes und von der Zeitschrift Brigitte unterstützt.