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Sola-Wie? – Solawi informiert

05. März 2019
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Essen & Trinken

Solawi steht für „Solidarische Landwirtschaft“. Bei dieser alternativen Wirtschaftsform tun sich Landwirte und Verbraucher zusammen, um sich Kosten, Risiken und Erträge der Landwirtschaft zu teilen. Die Akteure des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft gehen demnächst auf Tour, um ihre Ideen und Ziele zu erklären.

Das klingt nach blanker Theorie, aber es scheint zu funktionieren: Solawis existieren schon. Beispielsweise die Gemüsefreunde Berlin-Brandenburg oder die Gemüsekoop Köln oder die  Solawi Lebensfelder Karlsruhe. Sie alle haben ihre jeweils eigene gemeinsame Wirtschaftsform gefunden, in der Verbrauchern sich mit Landwirten oder mit Gärtnern zusammengetun. – Eine Liste der Initiativen und der bestehenden Solawis finden Sie hier.

Das Prinzip: Es wird errechnet, wieviel Geld pro Jahr nötig ist, um auf einem bestimmten Bauernhof Gemüse, Getreide, Eier, Milch oder Fleisch zu erzeugen. Diese Kosten trägt eine Gruppe von Verbrauchern, die den Landwirt dafür in monatlichen Teilbeträgen jährlich im Voraus bezahlen. Im Gegenzug bekommen sie die gesamte Ernte und auch daraus entstandene Erzeugnisse wie Brot oder Käse.

Vorteil für die Verbraucher: Sie wissen genau, woher ihr Essen kommt. Vorteil für die Landwirte: Sie haben Planungssicherheit und, wenn alles klappt wie geplant, haben sie mehr Freizeit und Urlaub als in der Branche üblich ist.

Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft organisiert in den kommenden Wochen Informationstage mit Netzwerkern und Praktikern für Menschen, die sich für diese Wirtschaftsform interessieren.