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Schweden fördert Reparaturen

09. Oktober 2016
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Geld & Wirtschaft
Natur & Umwelt

Die schwedische Regierung plant Steuervergünstigungen für Reparaturen. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, Ressourcen zu schonen. Das kann gelingen, wenn kaputte Gegenstände nicht weggeworfen sondern weiterverwendet werden.

Ein Gesetzentwurf der rot-grünen schwedischen Regierung sieht vor, die Mehrwertsteuer von Reparaturdiensten aller Art von bisher 25 Prozent auf 12 Prozent zu senken. Privatpersonen sollen darüber hinaus die Hälfte der Arbeitskosten bei der Reparatur von Haushaltsgeräten von ihrer Einkommenssteuer abziehen können. Bislang ist es so, dass Gegenstände oft weggeworfen werden, weil es billiger ist, neue zu kaufen als die alten, gebrauchten zu reparieren. Die Folge ist ein enormer und unnötiger Verschleiß an Rohstoffen. Finanzminister Per Bolund ist offenbar zuversichtlich, mit dem neuen Gesetz hier einen schon eingetretenen Bewusstseinswandel in der Bevölkerung zu unterstützen.