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Krebsrisiko im Bananenanbau

15. März 2017
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Gesundheit & Soziales
Natur & Umwelt

Bananen wachsen nicht in Deutschland. Die Menschen, die sie für uns in tropischen Regionen anbauen, riskieren im konventionellen Anbau ihre Gesundheit. Das zeigt eine aktuelle Studie der Organisation Ärtzinnen für gesunde Umwelt (AEGU).  

Die Mediziner hatten Arbeiter auf konventionellen und ökologischen Bananen-Planaten in Ecuador auf Zellveränderungen untersucht. Demnach waren Faktoren, die auf ein erhöhtes Krebsrisiko hinweisen bei Arbeitern im konventionellen Anbau alle deutlich erhöht, teils um bis zu 155 Prozent. Diese Menschen haben somit im Vergleich mit Arbeitern auf Öko-Plantagen ein deutlich höheres Risiko an Krebs zu erkranken.

Die Nothilfe- und Entwicklungshilfeorganisation Oxfam fordert daher "endlich den Schutz der Menschen auf  Plantagen in den Erzeugerländern an erste Stelle zu setzen". Die großen deutschen Supermarktketten sollten ihre Lieferanten verpflichten, hochgiftige Pestizide, die von Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation WHO als vermutlich krebserregend eingestuft werden, nicht mehr zu verwenden, so die Forderung.

In der Kampagne „Make Fruit Fair!“ setzt sich Oxfam für den Schutz der Arbeiter vor hochgiftigen Pestiziden und fehlende Arbeitsrechte ein. „Die Studie ist ein weiterer Beleg, dass die Umstände auf den Plantagen dringend verbessert werden müssen“, sagt Frank Braßel, Leiter der „Make Fruit Fair!“-Kampagne. „Die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter wird durch krebserregende Pestizide systematisch aufs Spiel gesetzt. Die gesamte Branche muss umdenken. Hochgiftige Pestizide, die Menschenleben gefährden, dürfen Aldi, Edeka, Lidl und Rewe nicht egal sein.“

Mehr Informationen zur Oxam-Kampagne Make Fruit Fair gibt es hier. Mehr zur Bananen-Pestizid-Studie erfahren Sie hier.