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Projekt Bioseide in Sichuan

04. Oktober 2018
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Mode & Kosmetik
Die Freiburger Triaz Group baut ihr Bio-Seiden-Projekt in der chinesischen Provinz Sichuan aus. Das Projekt, in dem jetzt schon ohne Pestizide und ohne chemisch-synthetische Düngemittel gearbeitet wird, soll noch nachhaltiger und zum Modell für andere chinesische Kleinbauern und Dörfer werden.<

Der Freiburger Umwelt-Versand Waschbär, der zur Triaz Group gehört, verkauft schon seit mehreren Jahren Bio-Seide aus China. Ernst Schütz, ehemaliger Eigentümer der Triaz Group, hat in Sechuan ein Bio-Projekt initiiert, von dem 250 Familien in fünf chinesischen Dörfern leben. Sie züchten Seidenspinner-Raupen auf ökologisch unterhaltenen Maulbeer-Bäumen. Nun sollen die Kleinbauern mit Hilfe von Soil & More Impacts (SMI) lernen, die Erträge zu verbessern, indem sie ihre Böden mit Kompost versorgen und zwischen den Maulbeerbäumen weitere landwirtschaftliche Produkte anbauen. Das hat mehrere Nebeneffekte: Die Kleinbauern verdienen mehr, weil sie weitere Produkte verkaufen können. Darüber hinaus steigt die Bodenfruchtbarkeit und Humus wird aufgebaut. Mehr Humus bedeutet, dass mehr CO2 gebunden werden kann. Genau dieser Klimaschutz-Effekt soll im Auftrag der Triaz-Group dokumentiert und belegt werden. Denn der Umweltversand Waschbär arbeitet klimaneutral, das heißt, er kauft CO2-Zertifikate zum Ausgleich für das CO2, das insbesondere durch den Paketversand entsteht. Das Unternehmen erklärt, es wolle den chinesischen Bio-Bauern für die Emissionen, die sie einsparen und einbinden, künftig direkt Geld zahlen, statt CO2-Zertifikate zu kaufen.