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Bio-Land Sikkim

08. Februar 2018
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Natur & Umwelt

Sikkim, ein kleiner indischer Bundesstaat, zwischen Nepal und Bhutan gelegen, wird seit Ende 2015 zu 100 Prozent ökologisch bewirtschaftet. Das Bio-Unternehmen Rapunzel zeichnete im vergangenen Herbst daher Sikkims Ministerpräsidenten Sri Pawan Chamling mit dem One World Award aus.

Im Jahr 2003 beschloss die damalige Regierung von Sikkim, dass das gesamte Agrarsystem umgebaut werden sollte. Seither wurden Dünge- und Pflanzenschutzmittel schrittweise verringert. Irgendwann durften die Bauern dann ihre Produkte nur noch verkaufen, wenn sie aus ökologischem Landbau stammten. Seit Ende 2015 ist das gesamte Land bio-zertifiziert.

Anfang 2016 wurde Sikkim zum „Organic State“ erklärt: Sikkim, ein Bio-Land. Ziel sei es, die Schönheit der Landschaft, die Reinheit von Wasser und Luft und die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten. Zudem hoffen die Initiatoren auf Öko-Tourismus in ihrem kleinen am Himalaya gelegenen Land.

Der One-World-Award wurde von dem Naturkost-Unternehmen Rapunzel ins Leben gerufen und wird seither gemeinsam mit dem internationalen Dachverband der Bio-Landbaubewegung IFOAM vergeben. Er zeichnet Projekte aus, “die der Globalisierung eine positive Dimension geben und mit innovativen Ideen die Welt besser und fairer gestalten“. Im vergangenen Jahr nahm Sikkims Ministerpräsident den Preis entgegen. Eine Gruppe deutscher und italienischer Bio-Unternehmer besuchte das Land Ende des vergangenen Jahres. Karin Heinze veröffentlichte einen Reise-Bericht auf bio-markt.info.

Inzwischen macht sich ein weiteres indisches Land, Uttarakhand, auf den Weg, seine gesamte Agrarproduktion auf Bio umzustellen