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Oh Tannenbaum, wo kommst du her?

17. Dezember 2018
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Natur & Umwelt

Etwa 25 Millionen Weihnachtsbäume werden jedes Jahr zu Weihnachten verkauft. Etwa 90 Prozent stammen aus intensiv bewirtschafteten Monokulturen. Dort wird stark gespritzt und gedüngt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) stellte bei einer stichprobenartigen Untersuchung der Nadeln häufig Pestizidrückstände fest. Die Alternative sind Weihnachtsbäume aus ökologischer Waldwirtschaft und Öko-Weihnachtsbaumkulturen.

Herbizide halten den Boden rings um die Nadelbäume frei von anderem Bewuchs, Insektizide vernichten Insekten und Schädlinge, die dem Baum schaden könnten. In Monokulturen, in denen Weihnachtsbäume meist angebaut werden, sind solche Mittel üblich. Leider verschwinden sie nicht einfach. Sie belasten die Umwelt und Gewässer - und den Baum selbst. Das stellte der BUND bei einer stichprobenartigen Untersuchung der Nadeln von Weihnachtsbäumen von verschiedenen deutschen Verkaufsstellen fest. Demnach waren 76 Prozent der analysierten Bäume belastet. Insgesamt fand das Labor neun verschiedene Pestzide, von denen laut BUND fünf zu den gefährlichsten zählen, die momentan in der EU eingesetzt werden.

Problematisch ist nicht nur der Pestizideinsatz, auch die artenarmen Monokulturen sind Umweltschützern ein Dorn im Auge.   

Wer sicher sein will, dass sein Tannenbaum keine Pestiziddusche bekommen hat, findet eine Liste mit bundesweiten Anbietern von Öko-Bäumen und Bäumen aus FSC-zertifiziertem Forstbetrieb auf der Seite der Naturschutzorganisation Robinwood - oder folgt diesem Link.

Tipp: Kaufen Sie einen Baum mit Wurzelballen. So können Sie den Weihnachtsbaum später im Garten auspflanzen.