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Plastiktrinkhalme sind nicht das einzige Problem

27. November 2018
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Natur & Umwelt

Der häufigste vom Meer an Strände gespülte Müll sind nicht etwa Trinkhalme, Plastiktüten oder Flaschen. Vielmehr könnten das Zigarettenkippen sein. Und die finden sich nicht nur am Strand.

Zigarettenfilter schonen die Gesundheit der Raucher: Die zylinderförmigen Stummel aus Zelluloseacetat halten Schadstoffe aus verbranntem Tabak und Zigarettenpapier zurück, bevor sie eingeatmet werden können. Oft landen die Plastik-Filter auf der Straße, in der Landschaft oder direkt am Strand und brauchen Jahre oder Jahrzehnte bis sie zerfallen. Dabei geben sie die gespeicherten Schadstoffe an ihre Umgebung ab.

Freiwillige der Nichtregierungsorganisation Ocean Conservancy sammeln seit 1986 weltweit Strände ab. Am häufigsten, so heißt es, bücken sie sich dabei für Zigarettenkippen: 2017 fanden sie davon weltweit zweieinhalb Millionen. Die Filter stammen entweder direkt von den Badegästen oder sie wurden über Flüsse ins Meer und von dort wieder auf die Strände gespült. 

Viele glauben, Filter seien biologisch abbaubar. Zelluloseacetat ist aber Plastik - Filter, die ursprünglich die Menschen schützen sollten, zerfallen zu Mikroplastik und geben Schadstoffe wie Nikotin, Teer, Cadmium Blei und Arsen in die Umwelt ab.