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Preis für Hühnerschützer und Bio-Pioniere

10. Oktober 2018
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Natur & Umwelt

Der Förderpreis „Mehr Bio für morgen“, den die BioMessen ausloben, geht dieses Jahr an den Bio-Pionier Barnhouse und an die Ökologische Tierzucht ÖTZ.

„Wir wollen Impulse für eine Ökologisierung der Wirtschaft und Gesellschaft setzen“, erläutert BioMessen-Veranstalter Matthias Deppe. Das erträumte Fernziel heißt also Bio für alle. Preisverdächtig sind dabei Menschen oder Organisationen, die nicht nur die Bio-Branche, sondern auch den ökologischen Landbau voranbringen und einen nachhaltigen Lebensstil anregen. In diesem Jahr zeichneten die Messe-Veranstalter die Ökologische Tierzucht ÖTZ aus, die ein Bio-Huhn züchtet, das sich sowohl zum Eierlegen als auch für die Mast eignet, ein sogenanntes Zweinutzungshuhn. Das soll ermöglichen, dass auch männliche Küken aufgezogen werden. Üblich ist es bislang nach wie vor, dass diese in der Landwirtschaft keine Lebenschance haben und aussortiert werden, weil sie eben keine Eier legen können. Preisträger ist ebenfalls der Bio-Pionier Barnhouse. Barnhouse, bekannt für Frühstücks-Krunchys, engagiert sich für ökologische Saatgutzüchtung und sorgt beispielsweise dafür, dass Bauern in der Region Bio-Hafer anbauen und verkaufen können. „Die Kombination von fairer Zusammenarbeit mit Erzeugern, Anbau von Ha­fer in Kombination mit Leindotter, Engagement für die ökologische Saatgutzüchtung sowie der gelungenen Vernetzung mit Akteuren und Verbrauchern fügt sich zu einem über­zeugenden Gesamtbild zusammen“, heißt es in der Laudatio. Der Förderpreis der BioMessen wird an einen oder zwei Preisträger zu gleichen Teilen vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisträger erhalten diese in Form von Sachleistungen wie Messeauftritten, Werbeunterstützung oder Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.