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Preise für junge Bio-Forscher

25. April 2018
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Natur & Umwelt

Vier Forscherinnen haben bei der Fachmesse für Bio-Produkte 2018 den „Forschungspreis Bio-Lebensmittelwirtschaft“ erhalten. In ihren Abschlussarbeiten setzten sich die Gewinnerinnen mit Folgekosten konventioneller Düngung, mit Superfood, Ökolandbau an Berufsschulen und mit „Ei-care“ auseinander.

Der Forschungspreis Bio-Lebensmittelwirtschaft ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde 2018 zum fünften Mal verliehen. Er soll junge Menschen motivieren, ihre Studien-Abschlussarbeiten über die Öko-Lebensmittelwirtschaft zu schreiben.

Preisträgerin Michaela Kuhn zeigt in ihrer Bachelorarbeit Folgen des Superfood-Booms. Sie fand heraus, dass die gesteigerte Nachfrage nach dem Superfood Quinoa hierzulande zwar zu einer Erhöhung der Einkommen bei den Kleinbauern in Bolivien führte. Die Produktionsausdehnung sei aber teilweise auch auf Kosten der ökologischen Nachhaltigkeit gegangen und die Landwirte bezahlten ihr höheres Einkommen mit einer schlechteren Ernährungssicherung für sich und ihre Familien.

Bachelorstudentin Amelie Michalke beschreibt mit ihrer Bachelorarbeit die Folgekosten, die die gesamte Gesellschaft durch die Düngung von landwirtschaftlicher Nutzfläche trägt. Stickstoff-Überschüsse, die der konventionelle Landbau erzeugt, schaffen zeitversetzt Kosten, für die die Verursacher bislang nicht in Regress genommen werden. „Die externen Effekte von konventionell hergestellten Lebensmitteln sind um ein Vielfaches größer als die von Lebensmitteln ökologischen Ursprungs“, sagt Michalke.

Julia Stark beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit der untergeordneten Rolle des Öko-Landbaus in staatlichen Berufsschulen. Magdalena Gutendorf überlegte sich Strategien, um „Ei-Care-Fleisch“ erfolgreich in den Handel zu bringen.Ei-care“ folgt einem ganzheitlichen Ansatz in der Hühnerhaltung: Nach diesem Prinzip wachsen Hühner auf, die nicht nur Eier sondern auch Fleisch liefern.