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Was machen Bienen im Winter?

22. Januar 2016
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Natur & Umwelt

Sterben im Winter alle Bienen bis auf die Königin oder schläft das Bienenvolk bis zum nächsten Frühjahr? Weder noch. Die Bienen halten sich im Stock gegenseitig warm und warten auf das nächste Frühjahr. 

Während ein Volk im Sommer um die 50.000 Bienen zählt, sind es im Winter nur noch um 10.000. Aber während eine Sommerbiene nur wenige Wochen lebt, werden diese Winterbienen bis zu einem halben Jahr alt. Sie sitzen in einer Traube dicht an dicht und halten sich so gegenseitig warm. Geschützt in der Mitte sitzt die Königin. Dabei rotieren die Bienen ständig, das heißt die außen sitzenden wandern immer wieder nach innen und umgekehrt.

Ihre im Sommer angelegten Honigvorräte sind jetzt die Lebensgrundlage - jedenfalls in der freien Natur. Weil aber der Imker den Honig erntet, besteht dieser Winter-Honig aus Zuckerwasser, das der Imker dem Volk im späten Sommer als Ersatznahrung füttert und das die Bienen dann in einen Honig umwandeln. Bio-Imker sollen ihren Bienen übrigens nach Möglichkeit wenigstens einen kleinen eigenen Honigvorrat im Stock lassen. Sie dürfen außerdem nur Bio-Zuckerwasser füttern.

Die Bienen schlafen also im Winter nicht, sie halten Winterruhe. In dieser kalten Periode ziehen sie keine Jungbienen auf. Das könnte sich mit zunehmend warmen, frostfreien Wintern aber ändern. Temperaturen über 12 Grad Celcius nutzen die Bienen für einen kurzen Reinigungsflug nach draußen. Dabei leeren sie ihre Kotblase, damit sie die Bienenwohnung nicht verschmutzen und mit Keimen belasten.