11.11.2021

Förderpreise für Umstellung auf Bio

Natur & Umwelt
Förderpreise für Umstellung auf Bio
Bio oder nicht? - In der Umstellung gelten Karotten noch nicht als Bio – Bild/Copyright: Markus Spiske / unspas · https://unsplash.com/

„Gemeinsam Boden gut machen" heißt das Projekt, mit dem der Naturschutzbund Deutschland NABU die Bio-Landwirtschaft in Deutschland stärken will. Denn wer auf Pestizide und synthetische Düngemittel verzichtet, unterstützt gesundes Boden- und Gewässerleben und trägt zu einem natürlichen und stabilen Ökosystem bei. Außerdem soll Öko-Landwirtschaft helfen, den drastischen Artenrückgang der letzten Jahrzehnte bei typischen Feldpflanzen, Insekten und Feldvögeln zu verlangsamen. Und der Ausstoß an Treibhausgasen ist bei der ökologischen Landwirtschaft geringer. Für einen Naturschutzverband sind das Gründe genug, um den Öko-Landbau zu unterstützen.

Wenn ein landwirtschaftlicher Betrieb auf Öko umstellt, entsteht zunächst eine Durststrecke. Denn zum einen müssen die Landwirtinnen und Landwirte erst einmal lernen, mit deutlich weniger und schonenderen Pestiziden und Düngemitteln zurechtzukommen. Und sie müssen ihre Ställe umbauen und eventuell vergrößern, damit Kühe, Schweine oder Hühner ein angenehmeres Leben haben. Und sie investieren Zeit, um sich insgesamt mit den Richtlinien des Ökolandbaus und deren Realisierung auseinanderzusetzen.

Bis Produkte aus der auf Bio umgestellten Landwirtschaft tatsächlich als Bio-Produkte ausgezeichnet und zu einem angemessen höheren Preis verkauft werden dürfen, kann das bis zu drei Jahre dauern. Die Förderpreise des Projekts greifen den Bio-Neulingen hier unter die Arme. Auch wer seine ökologisch bewirtschaftete Fläche vergrößern will, kann auf Hilfe durch die Projekt-Fördergelder hoffen.

Das Projekt „Gemeinsam Boden gut machen" wird finanziell von Unternehmen und Stiftungen unterstützt, mit dabei Alnatura und REWE, Lebensbaum, Stiftung Natur im Leben und Minderleinsmühle.

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