17.6.2020

Gärtnern: Auf die Erde kommt es an

Haus & Garten
Gärtnern: Auf die Erde kommt es an
Foto Pixabay, Copyright Congerdesign · www.pixabay.de

Die EU-Bio-Verordnung regelt, was in einer Bio-Erde enthalten sein darf und was nicht. Verboten sind:

* Chemische Hilfs- und Zuschlagstoffe wie Styropor, Styromuss und andere Kunststoffteile.

* Synthetische Dünger/Kunstdünger. Erlaubt sind nur natürlich organische Dünger, darunter Schafwolle, Wirtschaftsdünger (Stallmiste), pflanzliche Dünger und Hornspäne (eingeschränkt).

* Chemische Pflanzenschutzmittel und Pestizide

* Klärschlamm-Erden, die mit Schwermetallen belastet sind.

Nicht geregelt ist der Inhaltsstoff Torf. Er ist an sich eine gute Basis für Blumenerden, stammt jedoch aus Mooren, die über Jahrhunderte bis Jahrtausende entstanden sind. Der Torfabbau zur Erdengewinnung zerstört Hochmoore und wertvollen Lebensraum von Pflanzen und Tieren. Deshalb lohnt ein Blick aufs Etikett. Torfreduzierte und torffreie Erden sind eine gute Alternative. Rindenhumus und Kompost können ähnlich wie Torf Wasser und Nährstoffe gut speichern. Eine andere Alternative ist der Rohstoff Kokos, genauer Reste aus der Kokosnussverarbeitung, die es als Blöcke zu kaufen gibt. Das trockene Material wird mit Wasser angerührt und ergibt viele Liter Pflanzenerde.

Bezugsquellen für (Bio) Erde ohne Torf hat der BUND e.V. in einem online Einkaufsführer zusammengestellt. Hier geht es zum Dokument.

#Bio-Erde#Öko-Erde#Torffreie Erde