25.8.2018

Pestizide: Mehr statt weniger

Essen & TrinkenNatur & Umwelt
Pestizide: Mehr statt weniger
Gift auf unseren Feldern. Foto pixabay · www.pixabay.com

So kauften die Landwirte vor 16 Jahren rund 29.500 Tonnen Pestizidwirkstoffe ein, 2016 waren es dann laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit über 32.000 Tonnen (Pestizide, die zum Vorratsschutz eingesetzt werden, nicht eingerechnet) - ein Plus von neun Prozent. Vor allem Fungizide, also Antipilzmittel, brauchen die Bauern immer mehr. Beispiel Kartoffel: Eine Mehrheit der Landwirte bringt mindestens sieben verschiedene Chemikalien gegen Pilze auf den Acker, ist beim Julius-Kühn-Institut (pdf, Seite 31) nachzulesen.

Zwar bekundet die Politik seit Jahren, beim Pestizideinsatz etwas verändern zu wollen. Es bleibt aber bei Lippenbekenntnissen. Etwas habe sich aber schon verändert, so Bioland. Früher seien häufig viel zu hohe Pestizidrückstände in Obst oder Gemüse gefunden worden. Das passiere heute seltener. Christine Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace weiß woran das liegt: "Die Landwirte verwenden weiterhin einen Pestizidcocktail. Sie spritzen nur cleverer. also etwa früher, so dass das Endprodukt sauberer ist. Aber sie spritzen deshalb nicht weniger". Die Auswirkungen auf die Umwelt und Artenvielfalt bleiben.

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#Pestizide#Glyphosat#Ackergifte