Speiseplan für die Erde

Die EAT-Lancet-Kommission, 37 Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen aus 16 Ländern, haben zwei Jahre lang zusammengetragen, wie es möglich sein kann, bis zum Jahr 2050 alle Menschen der Erde gesund und nachhaltig zu ernähren. Darüber veröffentlichten sie einen Bericht und nun setzen sie sich dafür ein, dass ihre „planetary diet", die planetarische Ernährung, auch umgesetzt wird.
„Unsere Lebensmittel und die Landnutzung sind für 24 % aller klimarelevanten Gase weltweit verantwortlich", sagte Brent Loken, Direktor für Wissenstransfer bei EAT. Dass Ernährung beim letzten Klimagipfel kein Thema war, sei daher ein Skandal. Jeder Mensch muss essen. Daher lassen sich die durch Lebensmittel hervorgerufenen Emissionen nicht auf Null reduzieren. Das ist aber auch nicht nötig.
Eine notwendige Strategie, um das Klima zu schützen, seien Veränderungen in der Ernährung. Die Kommission schlägt vor, viel Obst und Gemüse, vor allem mehr Hülsenfrüchte und Nüsse zu essen. Dafür solle Fleisch und Fisch deutlich seltener auf den Tellern liegen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung will nun prüfen, ob sie ihre Ernährungsempfehlungen denen der EAT-Lancet-Kommission anpasst.