4.11.2024

Tipps zum Umstieg aufs E-Auto

Energie & Technik
Tipps zum Umstieg aufs E-Auto
Beim Kauf des neuen E-Autos mitbedenken, woher der Strom für den Neuen kommt. Bild: Kindelmedia auf pexels · https://www.pexels.com/de-de/

22 Prozent der gesamten Emissionen, die Deutschland produziert, entstehen im Verkehrssektor, hat das Umweltbundesamt berechnet. Das Potential, Treibhausgase einzusparen, ist entsprechend voluminös. Wird der alte Verbrenner gegen ein Elektrofahrzeug eingetauscht, ist das ein nennenswerter Beitrag, denn das neue Fahrzeug verbraucht von nun an keine fossile Energie mehr.

Doch die Sache hat einen Haken: Wer mit dem E-Fahrzeug durch die Gegend fährt, benötigt jetzt Strom statt Benzin, der Strombedarf im Haushalt steigt also. Die Forscher des Öko-Instituts gehen davon aus, dass ein Elektro-Pkw jährlich etwa 2.600 Kilowattstunden Strom benötigt, wenn er 14.000 Kilometer gefahren wird. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch eines Zwei-Personen-Haushalts.

Gut, wenn schon beim Kauf mit eingeplant wird, woher der zusätzlich benötigte Strom nun kommen soll. Kathrin Graulich, stellvertretende Leiterin des Forschungsbereichs Produkte & Stoffströme beim Öko-Institut nennt drei wesentliche Ansatzpunkte.

  1. Erneuerbaren Strom selbst mit Photovoltaik erzeugen. Um zu prüfen, ob es sich lohnt, eine solche Anlage für den eigenen Haushalt anzuschaffen, bietet das Öko-Institut einen Photovoltaik-Rechner an, der kostenlos genutzt werden kann.
  2. Strom sparen . Ein Berechnungstool der Seite stromspiegel.de hilft einzuschätzen, wieviel Strom der eigene Haushalt einsparen kann. Darüber hinaus gibt es dort auch Tipps, wie Strom eingespart werden kann. In einem Pilotversuch E-Mob EE verbrauchten die am Versuch teilnehmenden Haushalte im Schnitt 600 Kilowattstunden weniger Strom. Nicht genug, um den gesamten Verbrauch des Elektrofahrzeugs zu kompensieren, aber ein wesentlicher Beitrag.
  3. In erneuerbare Energien investieren. Kathrin Graulich schlägt vor, sich am Bau neuer Windkraft- oder Solaranlagen zu beteiligen. Im Pilotprojekt wurde von einer Investition von 3.000 Euro ausgegangen, gleichmäßig verteilt auf Windkraft- und Photovoltaikprojekte. Rein rechnerisch wurden mit diesem Beitrag 3.140 Kilowattstunden erneuerbarer Strom pro Jahr erzeugt, genug also, um theoretisch den Strombedarf des neuen Elektroautos auszugleichen.
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