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Elektroschrott im Laden abgeben

23. August 2016
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Energie & Technik
Natur & Umwelt

Kaputter Kühlschrank im Wald, defekter Radiowecker im Hausmüll - damit das nicht mehr vorkommt, hat der Gesetzgeber ein neues Gesetz verabschiedet, das die Entsorgung von Elektroschrott einfacher macht. Unter anderem muss der Handel jetzt kostenlos Altgeräte zurücknehmen.

Bisher konnten Altgeräte flächendeckend nur bei den Kommunen entsorgt werden. Ab dem 24. Juli 2016 ist das auch in großen Geschäften – mit einer Verkaufsfläche für Elektrogeräte von mindestens 400 Quadratmetern – möglich. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass bei jedem Neukauf ein vergleichbares Altgerät kostenlos abgegeben werden. Wenn der Kunde bereits beim Kauf eines Geräts mitteilt, bei der Auslieferung des Neugerätes nach Hause das alte Gerät zurückzugeben, ist die Rückgabe ebenfalls kostenlos. Kleine Geräte mit einer Kantenlänge bis zu 25 Zentimetern, zum Beispiel Handys oder Radiowecker, können in den großen Geschäften auch ohne Neukauf kostenlos und in haushaltsüblicher Menge abgegeben werden - und zwar egal, wo die Altgeräte ursprünglich gekauft wurden. Ein Kassenzettel oder ähnliches muss nicht vorgelegt werden.

Diese Rücknahmepflicht gilt laut Umweltbundesamt auch für den Versandhandel, in dem Fall bezieht sich die Mindestfläche von 400 Quadratmetern auf die gesamte Lager- und Versandfläche des Händlers. Ob Altgeräte an den Händler geschickt werden sollen oder eine andere Form der Rücknahme einrichtet wird, bleibt dem Händler überlassen. Spätestens ab dem 24. Juli 2016 muss die Abgabe von Altgeräten bei jedem verpflichteten Händler möglich sein.

Was passiert mit den Altgeräten?

Mit der Sammlung von Elektroaltgeräten gelten für die Händler die gleichen rechtlichen Anforderungen wie für die Hersteller. Wenn die Altgeräte nicht mehr zur Wiederverwendung geeignet sind, kann der Händler sie nach den gesetzlichen Vorgaben selbst entsorgen. Alternativ gibt er sie zur fachgerechten Entsorgung an eine kommunale Sammelstelle oder einen Hersteller weiter. Die bisherigen Entsorgungsstrukturen werden also nicht verändert.