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Der Hahn und das Ei

05. April 2019
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Essen & Trinken

Hähne legen keine Eier – trotzdem gibt es Bruderhahn-Eier. Wer sie kauft, zahlt ein paar Cent mehr und rettet damit das Leben von Legehennen-Brüdern.

Jährlich sterben 40 Millionen männliche Legehennen-Küken kurz nach dem Schlüpfen. Das hat wirtschaftliche Gründe. Legehennen werden so gezüchtet, dass sie möglichst viele Eier legen. Die Brudertiere dieser Züchtungen legen keine Eier, setzen aber auch nicht so viel Fleisch an wie Masthähnchen. Daher werden sie direkt nach dem Schlüpfen aussortiert und getötet.

 

Die Alternative heißt Zweinutzungshühner: solche, die einigermaßen viele Eier legen und ordentlich Fleisch ansetzen. Zweinutzungshühner müssen aber erst gezüchtet werden. Bis dahin sind Bruderhahn-Eier die Zwischenlösung. Wer diese Eier kauft, sponsert damit die Aufzucht der Hennen-Brüder. Diese wachsen langsamer als Masthähnchen und müssten sehr viel teurer verkauft werden, weil sie mehr Futter verbrauchen.

Viele Naturkostfachhändler und Biomärkte verkaufen Produkte der Bruderhahn-Initiative. Sie finden diese auch auf ihrer Website.