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Bambus statt Plastik?

19. Februar 2018
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Gesundheit & Soziales
Natur & Umwelt

Bambusgeschirr besteht zum großen Teil aus Kunststoff. Das ergab eine Untersuchung des Chemischen und Veterinär-Untersuchungsamts Stuttgart CVUA. Das Amt beanstandete alle 45 untersuchten Produkte wegen Irreführung oder Überschreitung von Grenzwerten.

Das CVUA untersuchte insbesondere Coffee-to-go-Becher, aber auch anderes Geschirr, darunter Schneidbretter und Salatschüsseln, die mit dem Material Bambus beworben werden. Es ging also immer um Gegenstände, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.

Die Werbeaussagen rückten stets Bambus als Material in den Fokus. „Viele Anbieter des Bambusgeschirrs überbieten sich gegenseitig mit Versprechen in puncto Nachhaltigkeit, Recycelbarkeit und Natürlichkeit“, schreibt das CVUA. „Umweltfreundlich“, „biologisch abbaubar“ „aus nachwachsendem Rohstoff“ seien typische Werbeaussagen. Dabei handele es sich aber um Kunststoffgegenstände, die fein zerkleinertes Bambusholz und Maisstärke allenfalls als Füllstoffe enthielten.

Darüber hinaus stellte das Amt fest, dass bei elf der 35 Proben zum Teil erhebliche Mengen Melamin und/oder Formaldehyd aus dem Geschirr in die zur Prüfung hineingegebenen Lebensmittel übergingen, wobei gesetzliche Höchstmengen teils deutlich überschritten wurden.