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Bayern geht voran: Volksbegehren für mehr Artenvielfalt

11. Januar 2019
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Natur & Umwelt

Vom 31. Januar bis 13. Februar läuft in Bayern das Volksbegehren "Artenvielfalt - Rettet die Bienen". Die Initiative will den Naturschutz im Freistaat grundlegend modernisieren und die bayerische Landwirtschaft fit für die Herausforderungen des 21. Jahrhunders machen. Damit ein Gesetzt daraus wird, müssen deutlich mehr als 1 Millionen Bayern dafür stimmen.

Volksabstimmungen sind, anders als Online-Petitionen im Internet mit ihrem eher symbolischen Charakter, ein mächtiges Instrument. Stimmt eine qualifizierte Mehrheit für das Vorhaben, kann es bindendes Gesetz werden - sofern es mit der Verfassung vereinbar ist. Deshalb ist die bayerische Volksabstimmung für die Natur eine große Chance. "Es wird mehr in Bewegung bringen als jede Art von Petition!", sagt Agnes Becker, Beauftragte des Volksbegehrens und Stellvertretende Vorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP).

Ziel ist es Bayern zum Vorreiter des Naturschutzes und der Ökologisierung der Landwirtschaft in Deutschland zu machen. Bayernweit sollen Biotope vernetzt werden, um das Aussterben von Bienen, Schmetterlingen, Vögeln, Feldhasen und anderen Arten zu verhindern. Das Ausbringen von Pestiziden soll eingedämmt werden. Der Ausbau der biologischen Landwirtschaft soll gesetzlich festgelegten Zielen folgen – erstmals in Deutschland. „Wenn die Politik nicht handelt, muss die Gesellschaft handeln. Wir sehen dieses Volksbegehren als einmalige Chance, eine Trendwende beim Artensterben in Bayern herbeizuführen“, sagt Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV, der auf die Rettung der Artenvielfalt durch direkte Demokratie hofft.

Hinter der Aktion steht ein breites Bündnis von engagierten Menschen, Organisationen und Unternehmen. Mehr als 100 Bündnispartner unterstützen das Volksbegehren Artenvielfalt. Getragen wird Rettet die Bienen! von der ÖDP (Initiatorin des Volksbegehrens), dem LBV (Landesbund für Vogelschutz) und den Grünen,

Sie möchten mehr wissen zu den Details des Volksbegehrens? Hier geht es zur Homepage.